Wenn bestimmte Geräusche bei Ihnen eine übertriebene emotionale Reaktion auslösen (denken Sie an das Kratzen von Nägeln an einer Tafel, das Klingeln einer Autoalarmanlage oder das Weinen eines Babys), könnten Sie an Misophonie leiden. Diese Erkrankung, auch selektives Geräuschempfindlichkeitssyndrom genannt, betrifft bis zu einem gewissen Grad etwa 20 % der Menschen. Menschen mit Misophonie beschreiben Reaktionen, die von Wut und Verärgerung bis hin zu Panik und Fluchtwunsch reichen. Es wird angenommen, dass es sich um eine neurologische Störung handelt.

Menschen mit dieser Erkrankung verspüren oft auch eine körperliche Reaktion – ihre Haut kann prickeln oder sie verspüren ein Kribbeln im Magen. Möglicherweise fällt es ihnen aufgrund ihrer Emotionen auch schwer, sich auszudrücken, was zu Frustration und Groll führt. Und es fällt ihnen möglicherweise schwer zu akzeptieren, wie andere auf die gleichen Geräusche reagieren, was das Gefühl der Isolation und des Kummers verstärken kann.

Die Ursache der Misophonie ist noch nicht vollständig geklärt, aber Forscher glauben, dass sie mit einer abnormalen Kommunikation zwischen der Hörrinde (die Geräusche verarbeitet) und den motorischen Kontrollbereichen des Gehirns im Zusammenhang mit Mund und Gesicht zusammenhängt. Eine Studie aus dem Jahr 2021 ergab, dass diese Verbindungen bei Menschen mit Misophonie stärker und sensibler sind.

Menschen mit Misophonie können ihre Symptome lindern, indem sie Kopfhörer oder Ohrstöpsel tragen, den auslösenden Geräuschen Geräusche entgegenwirken, die sie beruhigen, und mit den Menschen in ihrer Umgebung darüber sprechen, wie ihre Handlungen sie auslösen könnten. Sie können sich auch einer Selbsthilfegruppe anschließen, um mit anderen in Kontakt zu treten, die ihre Erfahrungen verstehen und voneinander Bewältigungsstrategien lernen. In manchen Fällen können Medikamente eine wirksame Behandlung von Misophonie sein. misophonie

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